Der Gedanke an Ferienfreizeiten lockt dir derzeit vielleicht nur ein trauriges Lächeln auf die Lippen, aber irgendwann wird Corona ja wieder vorbei sein und du möchtest wieder Freizeiten für Kinder und Jugendliche anbieten. In diesem Beitrag geht es darum, wie du diese mit Hilfe von Fördermitteln finanzieren kannst.

Grundsätzliche Herangehensweise

Grundsätzlich hast du zwei Möglichkeiten, um Fördermittel für Ferienfreizeiten zu beantragen:

1. Du stellst ab auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche und suchst Förderer, die diese Zielgruppe im Fokus haben

2. Du stellst deine Ferienfreizeit unter ein bestimmtes Thema und suchst Förderer, die dieses Thema auf ihrer Agenda haben

Diese zwei Herangehensweisen werde ich nun ein bisschen beleuchten und dir das ein oder andere Beispiel dazu geben. Fangen wir mit Möglichkeit 1 an.

Noch ein kleiner Hinweis vorab: Wenn deine Herausforderung schon darin liegt, überhaupt einen Förderer zu finden, dann schau dir doch den Beitrag Den richtigen Förderer finden an, dort findest du viele Tipps, wie du eine solche Suche angehen kannst.

Auch die Schlagwortwolke in der Seitenleiste kann dir helfen, klicke einfach auf den entsprechenden Begriff. Im Blog habe ich schon sehr viele Fördermöglichkeiten vorgestellt, die Schlagwortwolke hilft dir, die für dich relevanten zu finden.

Förderer nach Zielgruppe suchen

Es gibt sehr viele Fördermöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, diese Zielgruppe haben viele Stiftungen auf ihrer Agenda. Allerdings sind dies in den seltensten Fällen Kinder und Jugendliche aus wohlgeordneten Verhältnissen in gut situierten Vororten. Wenn du für diese Gruppe eine Ferienfreizeit planst, solltest du dich auf Möglichkeit 2, Ferienfreizeit unter einem bestimmten Thema, konzentrieren.

Örtliche Stiftungen

Aber auch für die große Gruppe der Kinder aus schwierigen Lebensumständen ist es nicht so einfach, eine Förderung für eine Ferienfreizeit zu finden. Das wirst du wahrscheinlich schon selbst gemerkt haben. Ich empfehle dir, hier auf regionale Stiftungen zuzugehen, ich würde es auch immer bei den lokalen Sparkassenstiftungen versuchen. Eine Förderung aus den PS- Sparen der Sparkassen ist nicht so schwierig zu erhalten, allerdings sind das in der Regel nicht mehr als 2.000 Euro. Aber das kann ja auch schon weiterhelfen. Gibt es eine Bürgerstiftung bei dir vor Ort, kannst du auch dort mal anfragen.

Öffentliche Fördergelder

Eine weitere Möglichkeit ist die Förderung über das örtliche Jugendamt oder das Landesjugendamt. Das örtliche Jugendamt fördert Ferienfreizeiten von ehrenamtlichen Verbänden, Gruppen, Organisationen oder Initiativen. Das Landesjugendamt ist zuständig, wenn die Zielgruppe für deine Ferienfreizeit aus mehr als einem Jugendamtsbezirk kommt.

Kultur macht stark

Diese Förderquelle geht schon stark in Richtung „Ferienfreizeit unter einem bestimmten Thema“, gibt aber doch so viele Möglichkeiten – Theater, Zirkus. Medien, Schreiben, Lesen, Filmen, Tanzen, und, und, und. Hier gibt es auch einige Möglichkeiten, eine Ferienfreizeit fördern zu lassen. Schau dir dazu den Beitrag Kultur macht stark an, dort habe ich alles erklärt.

Zielgruppe erweitern

Hilfreich kann es auch sein, wenn du eine Zielgruppe erweiterst und zum Beispiel Kinder mit Behinderungen dazu nimmst. Damit kannst du eine Förderung für eine inklusive Ferienfreizeit bei Aktion Mensch beantragen. Auch die Kroschke Kinderstiftung oder die Kämpgen Stiftung fördern Ferienfreizeiten für Kinder mit Behinderungen.

Förderer nach Thema suchen

Eine gute Alternative zur Finanzierung deiner Ferienfreizeit ist, die Freizeit unter ein Thema zu stellen. Da hast du nun die Qual der Wahl, denn Themen gibt es ja nun wirklich viele – angefangen bei Sport, Gesundheit und Bewegung über Umwelt, Natur bis hin zur politischen Bildung.

Jetzt gräm dich nicht mit der Vorstellung, du müsstest hier täglich vier Stunden Seminarzeit mit den Kindern machen, selbst politische Bildung kann spielerisch und kreativ drinnen und draußen mit den unterschiedlichsten Methoden vermittelt werden, so dass die Teilnehmenden gar nicht merken, was mit ihnen passiert und außerordentlich viel Spaß haben.

Förderer hier sind zum Beispiel

  • die Umweltstiftungen der Bundesländer zum Thema Umwelt, Natur, Nachhaltigkeit,
  • das Aktionsgruppenprogramm von Engagement Global zum Thema Nachhaltigkeit und Eine Welt,
  • Fördermittel über die Landessportbünde,
  • die DFB-Stiftung für Fußballfreizeiten,
  • der Fonds Soziokultur für kulturelle Aktivitäten oder
  • die Dr. Jürgen Remboldt-Stiftung zum Thema Ehrenamt.

Um die Ecke denken

Du siehst, hier ist viel möglich, du musst nur ein wenig um die Ecke denken und ein kreatives Programm entwickeln, das bei den Teilnehmenden etwas bewegt. Es ist doch bei den meisten Freizeitaktivitäten möglich, sie mit einem Inhalt zu verbinden, wenn nach oder vor der Aktivität ein Impuls oder eine Reflexion zu einem bestimmten Aspekt erfolgt.

Ein freier Tag

Grundsätzlich ist es bei solchen Ferienfreizeiten auch möglich, mal einen Tag Urlaub vom Inhalt zu nehmen und Schwimmen zu gehen oder andere Dinge zu tun, die dem Spaßfaktor dienen und sich selbst bei größter Kreativität nicht mit dem Inhalt verbinden lassen. Im Zweifel wird dieser Tag dann einfach aus den Gesamtkosten herausgerechnet und nicht für eine Förderung beantragt.

Wer schreibt hier?

Bild Monika Vog

Schön, dass du hier bist.

Mein Name ist Monika Vog,

ich bin Fundraiserin und Fördermittelexpertin für gemeinnützige Projekte und Aktionen.

In meinem Blog dreht sich alles um diese Fragen:

  • Wie finde ich aus den unzähligen Fördermöglichkeiten die passende Förderung für mein Vorhaben?
  • Wie schreibe ich einen überzeugenden Antrag?
  • Was muss ich beim Verwendungsnachweis beachten?

Willst du mehr über mich und den Blog foerdermittel-wissenswert wissen, kannst du hier weiterlesen.

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