Aktiv für Familien und ihre Kinder

In Kürze wird ein neuer Fördertopf für Anträge geöffnet, der Projekte für Familien mit hohen Summen fördert. Vier Wochen lang wird es dann möglich sein, Fördergelder zu beantragen. Dieses Fenster ist recht klein, es gilt also, sich vorab schon auf den Antrag vorzubereiten. Bist du in diesem Feld tätig, empfehle ich dir dringend, dich über die Fördermöglichkeiten zu informieren. Erste Infos dazu gebe ich dir in diesem Beitrag.

„Akti(F) – Aktiv für Familien und ihre Kinder“

Akti(F) ist ein neues Förderprogramm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Es wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert und ist wirklich gut mit Fördergeldern ausgestattet: Voraussichtlich gibt es mehr als 75 Millionen Euro zu verteilen, einzelne Projekte können mit bis zu 2,5 Millionen Euro gefördert werden.

Diese Daten stehen aber alle noch nicht definitiv fest, denn bisher gab es nur eine Ankündigung des Ministeriums. Die endgültige Förderrichtlinie des neuen Programms ist noch nicht veröffentlicht. Von daher sind diese Zahlen noch mit Vorsicht zu genießen.

Planung vorab

Zu Akti(F) gibt es aber schon Eckdaten, die dir eine Planung ermöglichen. Und das solltest du nutzen, denn die Frist zur Einreichung deiner Projektidee wird voraussichtlich nur vier Wochen betragen. Zur Planung eines Projektes ist das etwas wenig, besser also, du startest schon jetzt.

Inhalte des Programms Akti(F)

Akti(F) möchte mit seiner Förderung die Lebenssituation von Familien verbessern, die von sozialer Ausgrenzung und Armut bedroht sind und ihre soziale Teilhabe sichern.

Dazu sollen Familien der Zielgruppe ganzheitlich betreut werden, dies soll nicht zuletzt dadurch gelingen, dass die strukturelle und rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit der Akteure des SGB II, SGB III, SGB VIII und SGB XI vor Ort weiter verbessert wird.

Zielgruppen von Akti(F)

Zu den Zielgruppen des Programms gehören

  • Familien mit minderjährigen Kindern, die Leistungen aus dem SGB II beziehen,
  • Familien, die Kinderzuschlag erhalten,
  • Besondere Zielgruppen wie beispielsweise Alleinerziehende oder Menschen mit Behinderungen.

Mögliche Projektinhalte

Damit du weißt, in welche Richtung dein Projekt gehen könnte, hier ein paar Beispiele für förderfähige Inhalte:

  • Familien und Kinder werden durch eine Fachkraft individuell beraten, Sie hilft, individuelle oder familiäre Probleme zu lösen und unterstützt die Familie dabei, den Alltag selbstbestimmt zu strukturieren. Dazu kann die Beratungskraft die Familien auch aufsuchen.
  • Ein Projekt unterstützt Eltern dabei, eine Beschäftigung aufzunehmen, zu behalten oder auszuweiten. Dazu können Eltern begleitet und unterstützt werden, um selbstständig Strukturen zu schaffen, die nötig sind, um eine Beschäftigung aufzunehmen. Auch ein beschäftigungsbegleitendes Coaching ist denkbar, um eine Beschäftigung beizubehalten oder zu einer bedarfsdeckenden Beschäftigung auszuweiten.
  • Empowerment der Eltern zum Thema Erziehung und Förderung von Kindern.
  • Ein struktureller Beitrag der geförderten Projekte zur Verbesserung der rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit vor Ort.

Kooperationen gefordert

Ich hatte es bereits eingangs beschrieben, Akti(F) möchte die strukturelle und rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit der Akteure des SGB II, SGB III, SGB VIII und SGB XI vor Ort weiter verbessern. Für dein Projekt bedeutet das, dass du Kooperationen mit den entsprechenden Akteuren vor Ort eingehst. Insbesondere mit dem lokalen Jobcenter ist eine Kooperationsvereinbarung zwingend notwendig. Am Antrag selbst soll sich das Jobcenter jedoch nicht beteiligen.

Der Antrag

Der Antrag im Förderprogramm Akti(F) läuft über das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und ist zweistufig. Das heißt, zuerst läuft ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren. Das ist ein Antrag in abgespeckter Form, in dem du deine Projektidee samt Inhalten und Methoden darstellst. Nach der Prüfung deiner Interessensbekundung erhältst du Bescheid, ob du einen Antrag stellen kannst. Hast du diese Hürde geschafft, stehen deine Förderaussichten gut, Das heißt aber auch, dass du hier überzeugen musst und eine gute Projektidee abgeben solltest.

In der Regel kannst du im eigentlichen Antrag dann noch Details deines Projektes variieren, vielleicht ändert sich noch etwas an deinen Kosten, oder Durchführungsorte oder die Personalaufteilung. Die grundsätzliche Ausrichtung deines Projektes muss aber gleich bleiben.

Das Interessensbekundungsverfahren startet voraussichtlich im Mai und soll vier Wochen dauern. Das Datum dazu steht noch nicht fest. Ich werde hier auf dem Blog aber in den Kurzen Infos Bescheid geben, sobald es los geht. Alternativ kannst du auch auf der Seite des BMAS nachschauen, ob du Infos zum Antragsverfahren findest.

Förderhöhe und Projektstart

Mit über 75 Millionen Euro ist der Fördertopf gut gefüllt, einzelne Projekte können mit bis zu 2,5 Millionen Euro gefördert werden. Der Eigenanteil wird voraussichtlich bei 5% liegen.

Projekte dürfen noch nicht begonnen haben, frühester Projektstart ist im Januar 2020.

Wer schreibt hier?

Bild Monika Vog

Schön, dass du hier bist.

Mein Name ist Monika Vog,

ich bin Fundraiserin und Fördermittelexpertin für gemeinnützige Projekte und Aktionen.

In meinem Blog dreht sich alles um diese Fragen:

  • Wie finde ich aus den unzähligen Fördermöglichkeiten die passende Förderung für mein Vorhaben?
  • Wie schreibe ich einen überzeugenden Antrag?
  • Was muss ich beim Verwendungsnachweis beachten?

Willst du mehr über mich und den Blog foerdermittel-wissenswert wissen, kannst du hier weiterlesen.

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