Förderaufruf des BMEL – Frist 20. November

Mit dem Förderaufruf „Soziale Dorfentwicklung“ will das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den sozialen Zusammenhalt und die Gemeinschaft in ländlichen Regionen fördern. Näheres zu dieser Fördermöglichkeit erfährst du in diesem Beitrag.

Darum geht‘s im Förderprogramm

Grob hast du es ja gerade schon gelesen, das Förderprogramm Soziale Dorfentwicklung will den sozialen Zusammenhalt und die Gemeinschaft in ländlichen Städten und Gemeinden stärken und hat dabei auch ihre Zukunftsfähigkeit und Resilienz im Blick.

Doch das soll nicht top-down, sondern bottom-up passieren, also unter Beteiligung engagierter Bürgerinnen und Bürger, die ihre Ideen und Interessen einbringen und umsetzen. Dein Projekt muss also entsprechende Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger enthalten.

Eigenverantwortung und Eigeninitiative sind die Stichwörter, die für dieses Förderprogramm wichtig sind. Es unterstützt Gemeinschaften in ländlichen Städten und Gemeinden dabei, neue Wege für ein aktives soziales Miteinander zu finden, um aktuellen und zukünftigen Herausforderungen proaktiv zu begegnen. Wie – dazu kommen wir später noch.

Neue Wege der Dorfentwicklung

Mit bis zu 200.000 Euro ist die Fördersumme in diesem Programm recht hoch, dafür will das Ministerium aber auch was sehen – salopp gesagt. Laut Förderaufruf werden innovative Modellprojekte gefördert, du musst dir also schon was einfallen lassen, willst du einen Zuschlag für dein Projekt erhalten.

Aber keine Sorge, die ein oder andere Hilfe dafür gibt es schon. Da wären zum einen die in der ersten Runde geförderten Projekte, auf die das Ministerium verweist. Schau sie dir an und überlege, ob das ein oder andere Projekt zu deiner Idee passt und in eurem Dorf weiterentwickelt werden kann.

Zum anderen findest du hier auf dem Blog einige hilfreiche Beiträge: Zum Thema Partizipation empfehle ich dir den Beitrag Partizipation in deinem Projekt, zum Thema Innovation den Beitrag  Wie wird mein Projekt innovativ oder den Beitrag Alltagsorte von Zielgruppen zu Alltagsorten und Zielgruppen. Lies dich ein und lass dich inspirieren!

Thematische Schwerpunkte der Sozialen Dorfentwicklung

Das BMEL gibt vier thematische Schwerpunkte vor, zu denen deine Idee passen sollte. Diese sind

1. Die Schaffung oder Nutzbarmachung sozialer Begegnungsorte/Treffpunkte

Das können Räumlichkeiten, Freiluftorte oder mobile Treffpunkte sein, wichtig ist, dass möglichst viele Gruppen sie niedrigschwellig nutzen können.

2. Unterstützungs- und Begleitstrukturen für ältere Menschen

Hier sucht das Ministerium innovative Projekte, die durch die Initiierung von Engagement und Nachbarschaftshilfe, aber auch neuen Formen der Unterstützung pflegender Familienangehöriger beinhalten.

Projekte, die zum Inhalt haben, Dienstleistungen der mobilen oder stationären Pflege zu erbringen, sind nicht förderfähig.

3. Vielfalt, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Inklusion leben

Diesem Schwerpunkt werden Projekte zugeordnet, die mit innovativen Ideen und Ansätzen die unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen vor Ort zusammenbringen und Begegnung schaffen.

4. Mehr Selbstverantwortung für eine aktive soziale Dorfentwicklung

Im letzten Schwerpunkt geht es darum, neuartige Unterstützungs- und Mitmachangebote als langfristige Strukturen aufzubauen. Sie sollen es Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, ihre Interessen einzubringen und ihre Ideen umzusetzen, um ihre Orte in relevanten Themenfeldern der sozialen Dorfentwicklung voranzubringen

Wer kann einen Antrag stellen?

Zunächst wichtig: Förderfähig sind nur Projekte, die in Kommunen mit bis zu 35.000 Einwohnern umgesetzt werden beziehungsweise dort schwerpunktmäßig wirken. Möglich sind auch Projekte von größeren Gebietskörperschaften wie Landkreise, wenn sie in Kommunen mit bis zu 35.000 Einwohnern umgesetzt werden beziehungsweise dort schwerpunktmäßig wirken.

Antragsberechtigt sind eingetragene Vereine, Stiftungen, gemeinnützige Unternehmen, Gemeinden, Städte oder Landkreise. Bewerbungen von Vorhaben aus strukturschwachen Kommunen sind ausdrücklich erwünscht. 

Was fördert das Programm Soziale Dorfentwicklung?

An den förderfähigen Ausgaben kannst du ganz gut die Stoßrichtung des Programmes erkennen. Baukosten oder der Erwerb von Häusern oder Grundstücken ist hier nicht förderfähig.

Förderfähig sind laut Richtlinie unter anderem folgende Ausgaben:

– die Vergabe von Aufträgen, z. B. für Moderations-, Beratungs- und Ingenieursleistungen, soweit diese als Leistungen zur Bearbeitung projektbedingter Aufgaben in Auftrag gegeben werden,

 – notwendige projektspezifische Anschaffungen und Investitionen,

 – projektspezifisches, zusätzliches Material, das nicht zur Grundausstattung zählt, – notwendige projektspezifische Mieten, – notwendige projektspezifische Aktivitäten und Veranstaltungen zur Kommunikation, Beteiligung und Vernetzung von unterschiedlichen Akteuren,

 – projektbedingt notwendiges zusätzliches Personal beim Zuwendungsempfänger

 – Tätigkeiten im Rahmen der Vernetzung und des Wissenstransfers, z. B. für das Vorstellen von Ergebnissen und Erfahrungen auf Fachveranstaltungen,

 – Reisekosten des Zuwendungsempfängers entsprechend dem Bundesreisekostengesetz für notwendige Reisen während der Vorhabensdauer.

Die Förderhöchstsumme liegt bei 200.000 Euro, dein Projekt kann bis zu 30 Monate laufen. Wichtig ist außerdem, dass du zeigst, wie es nach Abschluss der Förderung weiterlaufen kann. Auch dazu findest du einen Beitrag auf dem Blog, der dir in dieser Frage weiterhelfen kann: Projekt fortführen.

Unterstützung bei der Antragstellung

In einem ersten Schritt reichst du eine Projektskizze ein. Diese ist nicht allzu umfangreich, achte aber darauf, dass du die kritischen Eckpunkte, die ich dir genannt habe, hier gut herausarbeitest. Dazu hast du bis zum 20. November Zeit.

Überzeugt deine Skizze, wirst du aufgefordert, einen Antrag zu stellen. Das Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung (KomLE) begleitet und berät Antragstellende bereits bei der Bewerbung auf eine Projektförderung fachlich und administrativ und wirkt darauf hin, dass erfolgsversprechende Ideen und übertragbare Konzepte inhaltlich geschärft und gegebenenfalls nachqualifiziert werden. Hier hast du dann also Hilfe beim Feintuning deiner Projektidee.

Alle weiteren Hinweise – Richtlinie, FAQs und Kontaktmöglichkeiten für weitere Fragen findest du hier.


Du hast noch Fragen?

1. Finde viele weitere Fördermöglichkeiten über die Schlagwortwolke

Rechts in der Seitenleiste findest du die Schlagwortwolke. Klicke auf den Begriff, der dich interessiert und finde jede Menge weiterer Fördermöglichkeiten oder aber ein Thema, zu dem du mehr wissen willst, wie zum Beispiel Projekttransfer, Gender Mainstreaming oder die Belegliste. Probier´s aus!


2. Finde Themen über die Suchfunktion

Hast du eine bestimmte Fördermöglichkeit im Kopf oder einen bestimmten Begriff, zu dem du mehr wissen willst, dann nutze die Suchfunktion. Du findest sie oben rechts im Blog, sie verbirgt sich hinter der kleinen Lupe.


3. Finde Hilfen zur Antragstellung in der Rubrik „Der Antrag“ 

In der Rubrik „Der Antrag“ findest du viele Tipps zum Schreiben deines Antrages; wie du einzelne Elemente formulierst, Projektziele festlegst, Indikatoren entwickelst oder was du zu Gender oder Nachhaltigkeit schreiben kannst und vieles mehr.

Wer schreibt hier?

Bild Monika Vog

Schön, dass du hier bist.

Mein Name ist Monika Vog,

ich bin Fundraiserin und Fördermittelexpertin für gemeinnützige Projekte und Aktionen.

Bei Fördermittel-wissenswert dreht sich alles um diese Fragen:

  • Wie finde ich aus den unzähligen Fördermöglichkeiten die passende Förderung für mein Vorhaben?
  • Wie schreibe ich einen überzeugenden Antrag?
  • Was muss ich beim Verwendungsnachweis beachten?

Zu diesen Themen schreiben Daniel, Katinka und ich regelmäßig Beiträge in diesem Blog.

Willst du mehr über uns und den Blog foerdermittel-wissenswert wissen, kannst du hier weiterlesen.

Mentoring Fördermittelanträge

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