Förderaufruf der Bosch-Stiftung für Projekte im Osten Deutschlands

Im November startete die fünfte Förderrunde von „Neulandgewinner. Zukunft vor Ort gestalten“. Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern stellen gemeinsam mit der Robert-Bosch-Stiftung rund 1 Million Euro bereit, um Projekte im Osten Deutschlands zu fördern. In diesem Beitrag erfährst du Näheres zu dem Programm.

Worum geht´s bei Neulandgewinner?

Neulandgewinner ist ein besonderes Programm, denn hier werden nicht Organisationen gefördert, sondern Menschen mit guten Ideen für den Ort, in dem sie leben. Gesucht werden engagierte Macherinnen und Macher, die ein gesellschaftliches Problem in ihrem Heimatort gemeinsam mit anderen angehen wollen. Doch dazu gleich mehr, lass uns erstmal einen kurzen Blick auf die Bosch-Stiftung werfen, die das Programm initiiert hat und mit verantwortlich für die Durchführung ist.

Die Robert-Bosch-Stiftung

Die Robert-Bosch-Stiftung kann wohl mit Fug und recht als Big Player im Stiftungswesen bezeichnet werden, seit ihrer Gründung 1964 hat sie gemeinnützige Projekte mit rund 1,9 Milliarden Euro gefördert, eine sehr stolze Summe!

Die Bosch-Stiftung ist eine Unternehmensstiftung, sie hält rund 92 Prozent der Geschäftsanteile an der Robert Bosch GmbH und finanziert sich aus den Dividenden, die sie aus dieser Beteiligung erhält. Sie ist sowohl operativ als auch fördern tätig, das heißt, neben eigenen Projekten fördert sie auch die Projekte anderer. Dies sind ihre grundsätzlichen Themen:

  • Gesundheit,
  • Wissenschaft,
  • Gesellschaft,
  • Bildung und Völkerverständigung

Einen besonderen Schwerpunkt legt sie aktuell auf diese drei Themen:

  • Migration, Integration und Teilhabe,
  • Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland und Europa,
  • Zukunftsfähige Lebensräume.

Wenn dich das auch interessiert, schau auf der Seite der Bosch-Stiftung nach, dort findest du jede Menge Infos. Hier geht´s jetzt weiter mit den Neulandgewinnern.

Neulandgewinner – das wird gefördert

Bei der Ausschreibung Neulandgewinner hast du eine Chance, wenn deine Idee die Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit deines Dorfes oder deiner kleinen Stadt und die demokratische Teilhabe vor Ort verbessert. Das ist mal ein erster Ansatz, aber so wirklich konkret ist das ja noch nicht. Viel konkreter wird´s auch nicht, denn das Programm ist da wirklich sehr offen.

Ein Blick auf bisher geförderte Projekte zeigt dir die Bandbreite und gibt dir eine Vorstellung von dem, was möglich ist. Dazu gehörten

  • selbstverantwortete Bildungs- und Kulturangebote,
  • die Rettung von wichtigen Gebäuden im Heimatort,
  • die Daseinsvorsorge,
  • die aktiv gestaltete Energiewende,
  • die Integration von Geflüchteten,
  • sich Kümmern um Kinder, Jugendliche und Alte,
  • Mobilität neu denken,
  • Werkstätten aufbauen.

Diese Stichworte sollen dir einen Eindruck geben, worum es in dem Programm geht: Lösungen für Probleme vor Ort zu finden und aktiv anzugehen. Ziel ist es, das Leben für die Menschen insbesondere auf dem Land zu verbessern – immer in dem Bemühen, den Zusammenhalt und Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums zu stärken.

Wenn dir diese Stichworte nicht reichen, schau doch mal ins Neulandgewinner-Programmhandbuch, das empfehle ich dir sowieso, solltest du einen Antrag in Erwägung ziehen, denn hier bekommst du viele Infos rund um das Programm und bisher geförderte Projekte. Das kann dir helfen, deinen Antrag richtig auszurichten und verbessert deine Förderchancen. 

Wer kann einen Antrag stellen?

Ich hatte es zu Anfang schon gesagt, Neulandgewinner ist ein etwas anderes Förderprogramm. Hier werden nicht Organisationen gefördert, sondern Menschen, die Ideen haben für ein besseres Zusammenleben auf dem Land. Gesucht werden Macherinnen und Macher, Persönlichkeiten mit einer Vision.

Das können Vereine oder Initiativen sein, genauso gut gehen aber auch Freundeskreise oder Einzelpersonen. Wichtig ist, dass das Projekt im Osten Deutschlands durchgeführt wird und zwar in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern

Wie wird gefördert?

Die Robert-Bosch-Stiftung und Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern stellen zusammen 1 Million Euro bereit und wollen damit 20 Projekte für zwei Jahre fördern. Das sind im Durchschnitt 50.000 Euro pro Projekte. Klingt nicht nach furchtbar viel, aber das ist auch noch nicht alles, denn die Förderung umfasst wesentlich mehr.

Mentoring:

Alle Programmteilnehmende erhalten ein individuelles Mentoring zur Entwicklung und Umsetzung ihres Vorhabens. Hier kannst du auch Hilfe erhalten, wenn du weitere Fördergelder brauchst.

Qualifizierung:

In insgesamt vier Werkstätten lernst du mit und von den anderen Neulandgewinnerinnen und Neulandgewinnern. Die Themen werden bedarfsorientiert ausgewählt. Zusätzlich finden Webinare zu Fachthemen statt.

Vernetzung:

Innerhalb des Programmes werden verschiedene Vernetzungsformate zum Austausch untereinander, mit Neulandgewinnerinnen und Neulandgewinnern aus früheren Runden und mit relevanten Akteuren aus Politik und Verwaltung angeboten. Besonders der letzte Punkt kann für dich interessant sein, denn das Programm ist inzwischen gut bekannt, was sich ja auch an der Kooperation mit den Bundesländern zeigt. Akteure aus Verwaltung und Politik sind ihm gegenüber aufgeschlossen, was dir wieder ganz neue Möglichkeiten eröffnen kann.

Sichtbarkeit:

Flankierende Kommunikationsmaßnahmen schaffen Aufmerksamkeit für deine Idee.

So läuft der Antrag

Bis zur Förderung musst du verschiedene Stufen durchlaufen, das muss aber gar nicht nachteilig für dich sein, also keine Angst!

Als erstes reichst du eine Online-Bewerbung ein, die eine gute Projektskizze und einen Kostenplan enthält. Wird deine Bewerbung ausgewählt, kommt ein Auswahlgremium dich vor Ort besuchen, bei diesem Besuch kannst du dann noch einmal richtig Punkte sammeln und überzeugen. 

Die dann noch übriggebliebenen Bewerberinnen und Bewerber stellen ihre Idee einer Jury vor, die dann letztendlich die Neulandgewinner auswählt. Diese stellen dann einen Antrag. Das ganze Prozedere dauert eine Weile, mit dem Go für deinen Antrag kannst du ab Dezember 2020 rechnen, deine Bewerbung musst du bis zum 16.02.2020 einreichen.

Mehr Infos findest du hier .

Wer schreibt hier?

Bild Monika Vog

Schön, dass du hier bist.

Mein Name ist Monika Vog,

ich bin Fundraiserin und Fördermittelexpertin für gemeinnützige Projekte und Aktionen.

In meinem Blog dreht sich alles um diese Fragen:

  • Wie finde ich aus den unzähligen Fördermöglichkeiten die passende Förderung für mein Vorhaben?
  • Wie schreibe ich einen überzeugenden Antrag?
  • Was muss ich beim Verwendungsnachweis beachten?

Willst du mehr über mich und den Blog foerdermittel-wissenswert wissen, kannst du hier weiterlesen.

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