Im ersten Teil dieser Reihe hatte ich dir bereits fünf Bücher oder Broschüren vorgestellt, die ich sehr nützlich und hilfreich finde. Jetzt gibt es nochmal fünf Bücher obendrauf, die diese Reihe dann auch abschließen.

Ich nutze Bücher und andere Publikationen sehr gerne und ziehe daraus viel Wissen und neue Ideen für meine Arbeit. Hier findest du einige von meinen Schätzen, die dir bei deinem Fördermittel-Antrag helfen können oder gute Ideen und Infos zum Fundraising geben.

Tipp 1: Fördertöpfe für Vereine, selbstorganisierte Projekte und politische Initiativen

Für dieses Buch gebe ich eine dringende Kaufempfehlung, ich habe es jetzt glaube ich schon zum vierten Mal besorgt. Es wird vom Netzwerk Selbsthilfe e.V. herausgegeben, im Oktober wurde die 14. Auflage veröffentlicht. Mit um die 20 Euro ist es wirklich erschwinglich und eine sehr gute Hilfe, wenn du auf der Suche nach Fördergeldern bist.

Inhalt

In diesem Buch findest du über 400 Steckbriefe von Stiftungen und anderen Fördermöglichkeiten. In jedem Steckbrief gibt es eine kleine Einleitung mit Hintergrundinfos, die Bereiche, in denen die Stiftung fördert, Adresse und Kontaktmöglichkeiten und weitere Infos zur Förderung, mal mehr, mal weniger ausführlich, aber immer hilfreich.

Die Broschüre hat außerdem ein umfangreiches Schlagwortregister, in der alle Fördermöglichkeiten für einen bestimmten Bereich aufgeführt sind, zum Beispiel Kultur, Integration, Sport und so weiter. Du findest hier über 90 Schlagworte und kannst so gezielt die Stiftungen nachschlagen, die für dein Projekt interessant sind

Warum ich es empfehle

Diese Broschüre ist eine Fundgrube für Fördertöpfe. Gut ist, dass hier auch immer wieder Infos in einem Steckbrief stehen, die du auf der Seite der entsprechenden Stiftung nicht findest. Habe ich mich durch die Homepage einer Stiftung geforstet, schaue ich zusätzlich auch immer in diese Broschüre hinein. Manchmal gibt es dort Infos zur durchschnittlichen Förderhöhe, oder genauere Angaben, was die Stiftung gerade für Schwerpunkte setzt. Wenn Fördermittel dein Metier sind, sollte diese Broschüre in deinem Regal nicht fehlen.

Tipp 2: }essentials{ Erfolgreich mit Spenderinnen und Spendern korrespondieren

Du fragst dich jetzt vielleicht, was das mit Fördermitteln zu tun hat, vielleicht hilft der Untertitel des Buches weiter, er heißt „Mit gelungenen Texten gewinnen und binden“. Und genau das musst du mit deinem Förderantrag auch schaffen: Den Antragstext so formulieren, dass du den Förderer für dein Projekt gewinnst.

Dazu ist Sprache dein Werkzeug, wie du sie gelungen einsetzt, dazu gibt es im Blog schon den Beitrag 7 Tipps zum Schreiben eines Antrags, sehr hilfreich finde ich dazu auch dieses Buch. Es ist im Verlag Springer Fachmedien erschienen, der Autor ist Norbert Franck.

Inhalt

Auch dieses Buch ist eher eine Broschüre, sie umfasst gut 40 Seiten. Die haben es aber dafür in sich. Du erhältst hier Tipps, wie du deine Texte lebendig formulieren kannst und damit beim Lesenden den Eindruck einer zupackenden aktiven Organisation entstehen lassen kannst. Und das ist für einen Antrag ja nun wichtig. Norbert Franck macht das sehr anschaulich mit vielen Beispielen und kurzen Merksätzen.

Warum ich es empfehle

Unterschätze nicht, wie wichtig es ist, deinen Antrag sprachlich angemessen zu formulieren. Und dabei auch noch so, dass die Person, die ihn lesen muss, danach nicht erschöpft vom Stuhl fällt. Das ist wirklich anspruchsvoll. Umständlich und langatmig schreiben kann jeder, lebendig und doch informativ zu texten ist ungleich schwieriger. Dabei hilft dieses Buch. Seine Kürze ist ein großer Vorteil, du hast deine Nase hier schnell reingesteckt und das Wesentliche erfasst.

Tipp 3: Evaluation entwicklungsbezogener Bildungsarbeit. Eine Handreichung

Diese Broschüre ist nicht nur für diejenigen interessant, die in der Entwicklungszusammenarbeit aktiv sind. Hier geht es um Evaluation, ein Thema, das mehr und mehr Stiftungen auf dem Schirm haben, und zu dem vielleicht auch du etwas in deinem Antrag schreiben musst. Die Broschüre ist vom Evangelischen Entwicklungsdienst (eed) und Brot für die Welt gemeinsam herausgegeben, du kannst sie hier downloaden. 

Inhalt

Diese Arbeitshilfe führt dich sehr praxisorientiert auf gut 100 Seiten an das Thema Evaluation heran. Willst du’s noch kürzer haben, lies die Blog-Beiträge Einfache Wege zur Evaluation und Evaluationsmethoden für die Praxis. In der Handreichung findest du viele verschiedene Methoden der Evaluation und – was ich sehr gut finde – auf fast vierzig Seiten ausgearbeitete Evaluationsraster mit Zielen, Kriterien und Indikatoren zu den verschiedensten Aktionsmöglichkeiten der entwicklungspolitischen Bildung. Die kannst du aber auch gut auf andere Projekte übertragen. Dem schließen sich weitere zwanzig Seiten mit Vorlagen zu Fragebögen, Rückmeldebögen und Abschlussbewertungen an.

Warum ich es empfehle

Evaluation ist kein ganz einfaches Thema, diese Handreichung ist besonders wegen der vielen Vorlagen dazu sehr hilfreich und gibt einen guten Einblick in das Themenfeld. Ich habe sie schon das ein oder andere Mal genutzt und empfehle sie gerne weiter.

Tipp 4: Kursbuch Wirkung

Das Kursbuch Wirkung steigt noch tiefer in das Thema Evaluation ein. Musst du dich mit Indikatoren, outcome und impact beschäftigen, so findest du hier jede Menge Infos gut aufbereitet und anschaulich erklärt. Die Broschüre wird von Phineo in Kooperation mit der Bertelsmann-Stiftung herausgegeben, du findest sie hier zum Download. 

Inhalt

Der Titel des Kursbuches sagt es schon, auf knapp 130 Seiten geht es hier um Wirkung und Wirkungsanalyse. Wie messe ich die Wirkung meines Projektes? Wie formuliere ich Wirkungsziele? Wie erhebe ich Daten? Dazu gibt es hier Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die erfreulicherweise sehr anschaulich mit wenig Fachwörtern und praxisorientiert anhand eines Beispielprojektes beschrieben werden.

Warum ich es empfehle

Das Kursbuch ist einfach nett gemacht. Es ist optisch ansprechend gestaltet, keine abschreckende Bleiwüste und sehr praxisorientiert aufgebaut. Damit kannst du dich in das Thema Wirkungslogik sehr gut einarbeiten.

Tipp 5: Profi-Handbuch Fundraising

Dieser Buchtipp fällt ganz klar in die Rubrik ‚Fundraising‘ und hat jetzt nicht direkt was mit Fördermitteln zu tun. Da es aber so angenehm kurz, knackig und praxisorientiert ist, habe ich es mit auf die Liste genommen. Die Autorin ist Barbara Crole, es gibt zusätzlich einige Beiträge von anderen namhaften FundraiserInnen. Herausgegeben wird es vom Walhalla-Fachverlag.

Inhalt

In diesem Buch geht es um Spenderbindung, der Schwerpunkt liegt auf Spendermailings, aber auch Online-Fundraising oder persönliche Spenderkontakte werden behandelt. Das Profi-Handbuch punktet durch Beispiele, Checklisten, Musterschreiben und Tipps zu vielen Kleinigkeiten, die in der praktischen Umsetzung Fragen aufwerfen.

Warum ich es empfehle

Ich mag es, weil ich dort Antworten auf einige praktische Fragen gefunden habe, und weil ich diese recht schnell gefunden habe, ohne das Buch von vorne bis hinten durchlesen zu müssen. Wobei auch das bei 190 Seiten ja nicht zu aufwändig gewesen wäre, es sind kleine Seiten ;-) 

So. Das waren die Buchtipps für diese Woche, ich hoffe, für dich war etwas dabei. Hast auch du noch einen Tipp, dann schreib ihn gerne in die Kommentare!

Wer schreibt hier?

Foto Monika Vog

Schön, dass du hier bist.

Mein Name ist Monika Vog,

ich bin Fundraiserin und Fördermittelexpertin für gemeinnützige Projekte und Aktionen.

In meinem Blog dreht sich alles um diese Fragen:

  • Wie finde ich aus den unzähligen Fördermöglichkeiten die passende Förderung für mein Vorhaben?
  • Wie schreibe ich einen überzeugenden Antrag?
  • Was muss ich beim Verwendungsnachweis beachten?

Willst du mehr über mich und den Blog foerdermittel-wissenswert wissen, kannst du hier weiterlesen.

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