Inspiration und Wissenschätze

In diesem Beitrag stelle ich dir fünf Bücher oder Broschüren vor, die ich sehr nützlich und hilfreich finde.

Ich selber nutze Bücher und andere Publikationen sehr gerne und ziehe daraus viel Wissen und neue Ideen für meine Arbeit. Aus meinem reichen Bücherschatz habe ich ein paar ausgesucht, die dir bei deinem Fördermittel-Antrag helfen können, in einigen findest du darüber hinaus aber auch gute Infos zum Fundraising.

Los geht´s.

Tipp 1: Fundraising Praxis vor Ort

„Fundraising-Praxis vor Ort“ ist ein Ratgeber der AG SPAK, herausgegeben ist er von Alexander Gregory und Torsten Schmotz,. Zu früheren Zeiten gab es diese Reihe auch als Fundraising-Praxis in NRW, in Baden-Württemberg oder in Bayern. Die Inhalte der einzelnen Ausgaben sind teilweise identisch, gerade bei den öffentlichen Fördertöpfen oder Medienfonds gibt es aber doch regionale Unterschiede. Solltest du die regionale Version bevorzugen, musst du im Antiquariat nachschauen, dort sind sie noch erhältlich.

Inhalt

Fundraising-Praxis vor Ort bietet auf über 500 Seiten einen guten Rundum-Blick über alle Möglichkeiten des lokalen Fundraisings. Hier findest du Methoden, Beispiele, Ideen, Tipps und Adressen zur Finanzierung von Vereinen, Projekten und gemeinnützigen Einrichtungen.

In Teil 1 geht es um die Grundlagen des Fundraisings, Teil 2 behandelt das weite Feld der Spendengewinnung, in Teil 3 schließlich geht es um Fördermittel. Im vierten Teil gibt es organisatorische Tipps und Teil 5 behandelt Fundraising für spezielle Branchen wie Schulen, Kultur, Hochschulen, Kirchen oder den Gesundheitsbereich.

Der Bereich Fördermittel ist ausführlich beschrieben. Hier gibt es Hinweise zu lokaler und regionaler Förderung durch die öffentliche Hand, Förder- und Spendenfonds, Lotteriemittel, Kirchliche Förderung, Bundes- oder EU-Mittel und anderes mehr.

Warum ich es empfehle

Ich finde das Buch für Anfänger wie für Fortgeschrittene gut geeignet, da es einen ausführlichen Überblick über die vielen, vielen Möglichkeiten bietet, Geld für deine Vorhaben zu akquirieren. Es ist inhaltlich gut strukturiert, du musst es nicht von vorne bis hinten durchlesen, sondern kannst direkt zu den Inhalten springen, die für dich relevant sind. Das finde ich gut. Außerdem ist es praxisnah geschrieben und gut zu lesen. Eine nützliche Hilfe, um sich im Förderdschungel ein bisschen besser zurechtzufinden.

Tipp 2: Fundraising

Das Buch ‚Fundraising‘ ist von Michael Urselmann und hat den Untertitel ‚Professionelle Mittelbeschaffung für gemeinwohlorientierte Organisationen‘. Diesem Titel merkt man es schon an, das Buch hat den Anspruch, Fundraising professionell aufzubauen.

Es ist für Anfänger wie Fortgeschrittene gut geeignet, denn hier werden Grundsteine gelegt, nach denen du dein Fundraising ausrichten kannst. Ich betrachte mich selbst durchaus als fortgeschrittene Fundraiserin, kann aber aus diesem Buch immer noch viel Inspiration ziehen.

Der Inhalt

Das Buch behandelt auf gut 600 Seiten die klassischen Felder des Fundraisings bei Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen oder öffentlichen Fördergebern. Ausführlich wird hier auch Fundraising-Management beschrieben. Dort wo das Praxisbuch eher einen Überblick gibt, geht dieses Buch in vielen Feldern sehr in die Tiefe und ist damit wirklich gut geeignet, wenn du dein Fundraising (neu) ausrichten willst.  

Warum ich es empfehle

Das Buch ‚Fundraising‘ ist eine sehr gute Ergänzung zu dem eher praxisorientierten Buch ‚Fundraising-Praxis vor Ort. Es biete viel Hintergrundwissen und auch Theorie zum Thema Fundraising an, das finde ich hilfreich für ein fundiertes Fundraising. Was ich auch gut finde: Nach jedem Kapitel gibt es eine Zusammenfassung ’Was ich in diesem Abschnitt gelernt habe‘ und Literaturhinweise zu den gerade behandelten Inhalten.

Tipp 3: Wirkt so oder so

Wirkt so oder so ist eine Handreichung zur Wirkungsorientierung und Antragstellung in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit. Herausgegeben wird die Broschüre von dem Verein Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER) und der Stiftung Nord-Süd-Brücken.

Der Inhalt

Der Titel sagt es schon, hier geht es um Wirkungsorientierung, also die Frage, wie wirkt mein Projekt? Wie formuliere ich Projektziele? Wie lege ich Indikatoren für diese Wirkung fest? Welche Nachweise kann ich dazu nutzen? Und wie stelle ich den Kosten- und Finanzierungsplan auf? Die Broschüre bietet auf 76 Seiten dazu viele Beispiele und ist sehr praxisnah aufgebaut.

Warum ich sie empfehle

Diese Broschüre ist nicht nur für entwicklungspolitische Anträge sehr hilfreich. Ich schaue dort immer wieder mal rein und lasse mich bei der Formulierung von Projektzielen im Förderantrag inspirieren. Sehr hilfreich finde ich auch die vielen verschiedenen Beispielanträge zu den unterschiedlichsten Projektvarianten, ob nun Workshop, Kampagne oder Bildungsveranstaltung, die sich sehr gut auch auf andere Themenfelder übertragen lassen.

Tipp 4: Neue Verbindungen schaffen

Tipp 4 hat nichts mit Fördermitteln zu tun, sondern geht ganz klar in Richtung Fundraising. Die Broschüre wird herausgegeben von UPj, dem Netzwerk für Corporate Citizenship und CSR und ist eine Empfehlung für alle, die eine Kooperation mit Unternehmen aufbauen wollen oder neue Impulse für bereits bestehende Kooperationen suchen.

Der Inhalt

Damit ist auch schon klar, worum es geht. Auf knapp 70 Seiten informiert die Broschüre umfassend und praxisnah darüber, wie eine Partnerschaft zwischen gemeinnütziger Organisation und Unternehmen aufgebaut werden kann, welchen Nutzen und welche Ziele beide Partner dabei verfolgen können und gibt dabei viele praktische Beispiele und weiterführende Links.

Warum ich sie empfehle

Sehr hilfreich fand ich, dass in der Broschüre CSR auch aus Sicht des Unternehmens dargestellt wird und ganz klar auch der Nutzen gezeigt wird, den Unternehmen von einer Partnerschaft mit einer NGO haben. Das hilft, dem potentiellen Partner auf Augenhöhe zu begegnen. Die Broschüre gibt Schritt für Schritt Anleitungen hin zu einer Partnerschaft und beschreibt auch sehr gut, was Gemeinnützige dafür tun sollten, wenn sie mehr wollen, als nur einen Geldgeber.

Tipp 5: Visual Storytelling

Auch dieses Buch geht mehr in Richtung Fundraising und Kommunikation, aber ich fand es irre interessant zu lesen, deshalb kommt es auf die Liste. Geschrieben ist es von Petra Sammer und Ulrike Heppel, Von Petra Sammer gibt es auch den Titel ‚Storytelling‘, ein Begriff, der derzeit ja in aller Munde ist.

Der Inhalt

In diesem Buch geht es um die Macht der Bilder, und darum, wie sich Kommunikation verändert, spätestens seitdem man alles per Handy fotografieren und mit der Welt teilen kann. Visuelle Inhalte werden immer wichtiger, will man bestimmte Zielgruppen erreichen, und Texte stehen idealerweise in Wechselwirkung zu den Bildern.

Getreu diesem Motto ist das Buch voller Bilder und Grafiken, die den Inhalt anschaulich darstellen. Petra Sammer zeigt, wie man mit Bildern arbeiten sollte und welche Strategien man dazu nutzen kann. Dabei spielt das Thema Storytelling natürlich eine wichtige Rolle.

Warum ich es empfehle

Kommunikation verändert sich, Snapchat und Instagram zeigen, dass Menschen immer mehr über Bilder und weniger über Texte kommunizieren. Darüber möchte ich gar nicht die Nase rümpfen, sondern wissen warum und wie ich das für meine Kommunikation sinnvoll nutzen kann. Dieses Buch ist dabei eine große Hilfe.

Das waren meine fünf Tipps. Hast du vielleicht auch ein Buch, das du unbedingt weiterempfehlen kannst? Dann schreib es gerne in die Kommentare!

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Wer schreibt hier?

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Schön, dass du hier bist.

Mein Name ist Monika Vog,

ich bin Fundraiserin und Fördermittelexpertin für gemeinnützige Projekte und Aktionen.

In meinem Blog dreht sich alles um diese Fragen:

  • Wie finde ich aus den unzähligen Fördermöglichkeiten die passende Förderung für mein Vorhaben?
  • Wie schreibe ich einen überzeugenden Antrag?
  • Was muss ich beim Verwendungsnachweis beachten?

Willst du mehr über mich und den Blog foerdermittel-wissenswert wissen, kannst du hier weiterlesen.

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