Was sind ANBest-P und warum sind sie wichtig

Du hast öffentliche Fördergelder für dein Projekt erhalten und versuchst nun, dich durch die Unterlagen zu arbeiten, die mit der Bewilligung bei dir angekommen sind?

Zum Bewilligungsbescheid gibt es vielleicht jede Menge Formulare und Beiblätter, eines davon sind die ANBest-P – die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung. Sie gelten, wenn du öffentliche Fördermittel erhältst, schon ihr Name deutet es an, sie sind wahrlich keine spannende Lektüre.

Das und der Wust an Unterlagen mag dich vielleicht dazu verleiten, ihnen nur einen kurzen Blick zu gönnen und dich dann vermeintlich wichtigeren Aufgaben zuzuwenden – das wäre aber ein Fehler.

Die ANBest-P legen die Bedingungen und Auflagen fest, unter denen die Zuwendung gewährt wird. Anders gesagt, sie geben dir vor, wie du die Zuwendung einsetzt und abrechnest. Und hier gibt es einige Punkte, die du beachten solltest, willst du keine Zuwendung verlieren. Diese Bedingungen sind verbindlich, sie gelten automatisch, sobald du im Bereich der öffentlichen Förderung unterwegs bist.

In diesem Beitrag gebe ich dir einen ersten Überblick, welche Themen in den ANBest-P enthalten sind, in späteren Beiträgen werde ich dann genauer auf die einzelnen Punkte eingehen. Doch zuerst noch ein Wort zu den ANBest-P.

ANBest-P verstehen: Was sich dahinter verbirgt

Ich schrieb es schon, „ANBest-P“ steht für „Allgemeine Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung“. Sie gelten im Bereich des Bundes der EU oder der Länder, auch manche Kommunen greifen darauf zurück. Wichtig ist hier das Wort „Projektförderung“, denn neben den ANBest-P gibt es weitere Formen der allgemeinen Nebenbestimmungen, wie zum Beispiel diese:

  • Die ANBest-I für Investitionen wie den Kauf von Maschinen, Bau von Gebäuden oder Infrastrukturprojekte
  • Die ANBest-K Förderungen, die ausschließlich an Kommunen vergeben werden
  • Die ANBest-P-Kosten für Forschungsprojekte und ähnliches

Gemeinnützige Träger haben es in der Regel mit den ANBest-P zu tun, weshalb ich mich in diesem Beitrag auf diese beschränke.

Was regeln die ANBest-P?

Hinter dem sperrigen Begriff steckt im Kern ein einfaches Prinzip: Die ANBest-P beschreiben, wie du dein gefördertes Projekt umsetzen sollst. Sie sind fester Bestandteil deines Förderbescheids. Sobald du die Förderung annimmst, gelten sie automatisch.

Im Kern regeln sie

  • wie du die Fördermittel einsetzen darfst,
  • wie du sie abrufst,
  • wie du deine Ausgaben nachweist,
  • welche Anforderungen du im Projekt einhalten musst.

Dabei geht es nicht nur um große Entscheidungen, sondern oft um Details – zum Beispiel bei Ausgaben, bei der Dokumentation oder bei Änderungen im Projekt. Also nochmal die dringende Empfehlung: Beschäftige dich damit. Markiere dir die Stellen, die für dein Projekt relevant sind und schaffe von Anfang an Strukturen, um Auflagen zu beachten:

  • Setze dir Termine in deinen Kalender für Mittelabrufe oder um deine Budgets zu prüfen.
  • Informiere Projektbeteiligte zum Beispiel, um alle Ausgabenbelege zu sammeln.
  • Hole Vergleichsangebote für Käufe und Dienstleistungen ein und speichere sie ab.

Das sind nur einige Beispiele für Regelungen der AnBest-P, die du beachten solltest. Wenn hier etwas nicht passt, kann das Folgen haben. Typisch sind Rückfragen der Förderstelle, die dir unnötige Mehrarbeit bringen, oder gar Rückforderungen der Zuwendung.

Wenn dir etwas unklar ist, frage bei der zuständigen Sachbearbeitung deines Fördergebers nach. In der Regel findest du dazu einen Kontakt im Bewilligungsbescheid. Das hilft dir, Missverständnisse früh zu klären, gibt dir Sicherheit für den weiteren Verlauf und spart im Zweifel viel Zeit und Ärger.

Und keine Sorge: Du wirst dich einüben. Mit der Zeit wirst du wissen, worauf du zu achten hast, die folgenden Blogbeiträge zu den ANBest-P werden dir dazu eine Hilfe sein. Also schau wieder rein, wenn es mit dem Thema weitergeht.


Du hast noch Fragen?

1. Finde viele weitere Fördermöglichkeiten über die Schlagwortwolke

Rechts in der Seitenleiste findest du die Schlagwortwolke. Klicke auf den Begriff, der dich interessiert und finde jede Menge weiterer Fördermöglichkeiten oder aber ein Thema, zu dem du mehr wissen willst, wie zum Beispiel Projekttransfer, Gender Mainstreaming oder die Belegliste. Probier´s aus!


2. Finde Themen über die Suchfunktion

Hast du eine bestimmte Fördermöglichkeit im Kopf oder einen bestimmten Begriff, zu dem du mehr wissen willst, dann nutze die Suchfunktion. Du findest sie oben rechts im Blog, sie verbirgt sich hinter der kleinen Lupe.


3. Finde Hilfen zur Antragstellung in der Rubrik „Der Antrag“ 

In der Rubrik „Der Antrag“ findest du viele Tipps zum Schreiben deines Antrages; wie du einzelne Elemente formulierst, Projektziele festlegst, Indikatoren entwickelst oder was du zu Gender oder Nachhaltigkeit schreiben kannst und vieles mehr.


Du brauchst mehr Unterstützung?

Wenn dir das alles nicht weiterhilft, schau mal in die Rubrik Angebote. Wir unterstützen dich bei der Fördermittelsuche und der Antragstellung.

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Mein Name ist Monika Vog,

ich bin Fundraiserin und Fördermittelexpertin für gemeinnützige Projekte und Aktionen.

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  • Wie finde ich aus den unzähligen Fördermöglichkeiten die passende Förderung für mein Vorhaben?
  • Wie schreibe ich einen überzeugenden Antrag?
  • Was muss ich beim Verwendungsnachweis beachten?

Zu diesen Themen schreiben Daniel und ich regelmäßig Beiträge in diesem Blog.

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