Fördermöglichkeit für Musikensembles, Chöre, Orchester und Bands

Für AmateurmusikerInnen gibt es ab sofort eine neue Fördermöglichkeit: Den Amateurmusikfonds. In diesem Beitrag erfährst du, was genau du hier beantragen kannst und wie hoch die Förderung sein kann.

Das fördert der Amateurmusikfonds

Grundsätzlich kannst du über den Amateurmusikfonds sowohl kleinere lokale Projekte für dein Ensemble, deinen Chor oder was auch immer ihr im Amateurmusikbereich macht, beantragen. Darüber hinaus gibt es aber auch eine deutlich höhere Fördermöglichkeit für Projekte auf Landes- oder gar Bundesebene.

Schauen wir uns erstmal an, was der Fonds grundsätzlich fördert. Dazu gehört leider nicht deine Regelarbeit, also das, was du für gewöhnlich tust, reguläre Proben oder jährliche Probenwochenenden. Der Amateurmusikfonds fördert Projekte, und Projekte haben immer ein neues Element, was sie von der regulären Arbeit unterscheidet. Außerdem sind sie zeitlich begrenzt.

Das Ziel deines Projektes sollte es sein, neue Impulse, Methoden und Ideen für die amateurmusikalische Arbeit zu entwickeln, die deine Arbeit zukunftssicher machen. Förderfähig wären zum Beispiel diese Inhalte:

  • musikalische Nachwuchsgewinnung
  • Publikumsbindung
  • Erprobung neuer Konzepte (innovative Proben- und Auftrittsformate) für das künstlerische Arbeiten
  • Anpassung der künstlerischen Ensemblearbeit und Vereinsorganisation an aktuelle Herausforderungen durch Coachings, Zukunftswerkstätten, usw.
  • Stärkung und Sichtbarmachtung der Amateurmusik in der Öffentlichkeit durch neue Social Media-Konzepte, ÖA-Kampagnen, Trailerproduktionen, Imageförderung, usw.
  • Demographie, Diversität, Inklusion und Nachhaltigkeit (künstlerische Auseinandersetzung oder konzeptionelle Befassung damit)
  • Qualifizierung oder Weiterbildung von Ehrenamtlichen, um die Arbeit im Verband voranzubringen (z. B. Wissensmanagement bei Generationswechsel, Gründungen und strategische Begleitung bei der Gründung von Jugendabteilungen, Erarbeitung von neuen, partizipativen Arbeitsweisen im Verein)
  • Digitalisierung zur Verbesserung der Probenarbeit
  • Erprobung von Maßnahmen zur Akustik (Verbesserung der Proben- und Auftrittsbedingungen)
  • neue Vernetzungsstrategien mit Partner*innen aus anderen Bereichen
  • Künstlerische Auseinandersetzung oder konzeptionelle Befassung mit Themen wie Diversität, Demographie, Inklusion und Nachhaltigkeit

Wer kann einen Antrag stellen?

Voraussetzung für die Antragstellung ist zum einen die Gemeinnützigkeit, zum anderen muss der Sitz deiner Organisation in Deutschland sein.

Antragsberechtigt sind gemeinnützige aktive Amateurmusikensemble, deren Träger, Kirchengemeinden, Bands als e.V. oder gGmbH oder andere Organisationen der Amateurmusik.

Nicht eingetragene Vereine und GbRs oder Musikgruppen ohne Rechtsform können leider keinen Antrag stellen.

Wie hoch ist die Förderung des Amateurmusikfonds?

Ich schrieb es schon, es gibt zwei verschiedene Fördermöglichkeiten. Die eine betrifft lokale Projekte, hier musst du mindestens 2.500 Euro und kannst höchstens 10.000 Euro für dein Vorhaben beantragen.

Die andere Möglichkeit betrifft überregionale oder gar bundesweite Projekte wie zum Beispiel ein deutschlandweites oder landesweites Festival der Amateurmusik oder ein Bundeskongress. Wichtig ist, dass du dazu Menschen aus verschiedenen Regionen oder Bundesländern mit einbeziehst.

Für ein solches Projekt liegt die Förderung bei 10.000 bis 75.000 Euro. Eigenmittel brauchst du weder bei der einen, noch bei der anderen Variante.

Sonst noch wissenswert

Deinen Antrag musst du bis zum 10. Oktober 2023 stellen, dein Projekt kann vom 01. Januar 2024 bis zum 15. Oktober laufen.

Alle weiteren Infos zu dieser Fördermöglichkeit findest du auf der Seite des Amateurmusikfonds.


Du hast noch Fragen?

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In der Rubrik „Der Antrag“ findest du viele Tipps zum Schreiben deines Antrages; wie du einzelne Elemente formulierst, Projektziele festlegst, Indikatoren entwickelst oder was du zu Gender oder Nachhaltigkeit schreiben kannst und vieles mehr.


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Wer schreibt hier?

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Mein Name ist Monika Vog,

ich bin Fundraiserin und Fördermittelexpertin für gemeinnützige Projekte und Aktionen.

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